Thommys Abschiedsrede im Wortlaut
Wenn wir anfangen zu Hause anders zu reden als in der Öffentlichkeit oder in den angeblich sozialen Medien, dann sind wir krank. Viele Kranke sind eine kranke Gesellschaft und in der Folge ein krankes Land.
Thommys Abschiedsrede im Wortlaut:
„Ich bin dabei, mich mit meinen Worten von euch zu verabschieden. Was ja letzten Endes kein trauriges Ereignis ist. Ich stehe nicht hier, bin verzweifelt und sage: Das war’s nun. Mein Leben geht weiter und ich freue mich auf alles, was kommt. Es gibt im Wesentlichen zwei Gründe: Das ist weder mein körperlicher noch mein geistiger Zustand, die waren beide nie so doll. Aber ich habe zwei Gründe. Der eine wäre: Es ist problematisch, wenn man mir irgendwann die Gäste erklären muss, die hier bei mir auf der Bank sitzen. Noch kenne ich sie alle. Aber es ist doch ein Blödsinn, wenn ich frage: Wo bleiben Sophia Loren und Rod Stewart? Und die sagen: Die können beide nicht mehr laufen. Und der zweite Grund ist, dass ich, und das muss ich wirklich sagen, immer im Fernsehen das gesagt habe, was ich Zuhause auch gesagt habe. Inzwischen rede ich Zuhause anders, als im Fernsehen – und das ist auch keine dolle Entwicklung. Und bevor hier irgendein verzweifelter Aufnahmeleiter hin und her rennt und sagt: Du hast wieder einen Shitstorm hergelabert. Dann sage ich lieber gar nichts mehr.“

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